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Sparsam fährt am besten

Sparsam fährt am besten

Beim internationalen Finale der Renault Trucks Optifuel Challenge mussten die Fahrer zeigen, dass sie mit wenig Sprit zügig ankommen. Zumindest in Europa sind die Löhne für Fahrerinnen und Fahrer sowie die Kosten für Treibstoff die wichtigsten Ausgabeposten. Zahlreiche Unternehmen haben deshalb Incentives in ihren Flotten implementiert, mit denen Fahrer für niedrige Verbräuche belohnt werden.

Weil der Dieselverbrauch mit einem Anteil von rund einem Viertel der Gesamtkosten eine der wichtigsten Stellschrauben ist, haben Lkw-Hersteller Wettbewerbe ins Leben gerufen, in denen nicht die Geschicklichkeit der Fahrer und Fahrerinnen beim millimetergenauen Rangieren gefordert ist, sondern in denen sich alles um den Umgang mit dem kostbaren Treibstoff dreht.

Einer davon ist die Renault Trucks Optifuel Challenge, die alle zwei Jahre ausgetragen wird und jüngst ihre vierte Auflage erlebte. Zum globalen Finale des Wettstreits lud Renault nach Toledo in Spanien ein, wo die Finalisten aus 29 europäischen, afrikanischen, südamerikanischen und asiatischen Ländern ihre Fähigkeiten auf einem hügeligen Rundkurs unter Beweis stellen mussten. Diese Finalisten waren sozusagen die Crème de la Crème einer großen Anzahl von Bewerbern – insgesamt beteiligten sich rund 3.000 Fahrerinnen und Fahrer aus 2.300 Transportunternehmen an der Optifuel Challenge. Der beste Fahrer in jedem Land, der mit gewerblich sinnvoller Geschwindigkeit am wenigsten verbraucht hat, wurde für das große internationale Finale ausgewählt.

Die Finalisten mussten sich in Theorie und Praxis beweisen. Zunächst wurde mit einem Multiple-Choice-Test Theorie abgefragt. In 20 Minuten sollten die Teilnehmer die richtigen Antworten auf 20 Fragen ankreuzen - zehn Prozent der Gesamtnote. Im Konzept rationales Fahren in der Praxis ging es letztlich darum, einen vernünftigen Kompromiss zwischen Tempo und Verbrauch zu finden sowie die Fähigkeiten, in „rationalem Fahren“ unter strikter Berücksichtigung der Verkehrsregeln unter Beweis zu stellen. Geschwindigkeit, Verbrauch und Fahrweise wurden mit jeweils 30 Prozent bewertet.

Die acht identischen Sattelzüge auf Basis silbergrauer Fernverkehrsmodelle „T 480“, die den Finalisten für die Rundtour zur Verfügung standen, waren jeweils auf 32 Tonnen Gesamtgewicht beladen. Die 29 Teilnehmer wurden in vier Gruppen aufgeteilt, die nacheinander auf die rund 40 Kilometer lange Testrunde gingen.

Was man bei Renault Trucks wohl kaum erwartet hatte: Am Finaltag war im sonnigen Spanien das Wetter ein großes Thema. Während sich die Menschen in Deutschland noch an spätsommerlichen Temperaturen und T-Shirt-Wetter freuen konnten, goss es in Toledo immer wieder in Strömen. Was zugleich den Nachteil reiner Verbrauchs- gegenüber Geschicklichkeitswettbewerben deutlich machte, bei denen die Performance der Teilnehmer exakt gemessen werden kann. Wer auf der relativ kurzen Strecke Pech hatte und einige Minuten in einem heftigen Schauer fuhr, hatte sicher keine Chance mehr auf einen Spitzenplatz – derartige Einflüsse auf den Verbrauch über eine Strecke von nur 40 Kilometern herauszurechnen, ist fast unmöglich.

Die Finalisten wurden nach dem Ende des praktischen Teils einige Stunden lang auf eine harte Geduldprobe gestellt, ehe kurz vor dem Essen die Endergebnisse bekannt gegeben wurden: Die Mannschaft aus Tunesien gewann den Fun-Wettbewerb; der Hauptgewinn der Optifuel Challenge, eine nagelneue Sattelzugmaschine des Typs Renault T 480 in Fernverkehrstrimm, ging nach Bulgarien.

"Der Verbrauch der Renault-Fernverkehrsmodelle ist seit dem Jahr 2000 um rund 20 Prozent reduziert worden."
Loic Mellinand, Senior Vice President Products and Commercial Offers Renault Trucks

Optifuel-Weltfinale: Steve Rosenkranz aus Burgstädt war mit dabei
Der deutsche Teilnehmer am Optifuel-Weltfinale wurde in einer nationalen Ausscheidung ermittelt, die in Thüringen stattfand. Steve Rosenkranz aus Burgstädt hatte sich dort in einem spannenden Wettkampf gegen 17 Gegner durchgesetzt. Der 33-Jährige ist schon ein Routinier hinter dem Lenkrad, er begann mit 17 Jahren eine Berufskraftfahrer-Ausbildung und wechselte nach drei Monaten von seinem ursprünglichen Ausbildungsbetrieb zur Firma LTB, bei der er seither beschäftigt ist.

Fotos: Renault Trucks

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